Unser Förderkonzept

 

Diagnostik bei LRS und Dyskalkulie

 

Unsere Förderung bei LRS

 

Unsere Förderung bei Dyskalkulie

 

 

Diagnostik bei LRS und Dyskalkulie

 

Wenn Kinder schon in der Grundschule schlechte Noten in Mathematik oder Deutsch haben, suchen viele Eltern nach einer geeigneten Lerntherapie. Häufig sind die Ursache für schlechte Leistungen in der Primarstufe sogenannte Teilleistungsstörungen im Schreiben und Lesen oder im Rechnen.
Mit unseren wissenschaftlichen LRS-Tests und Dyskalkulie-Tests können wir das Vorhandensein einer solchen Lernschwäche bestätigen bzw. ausschließen und so mehr Klarheit für die weitere Vorgehensweise schaffen. Die Testung auf LRS bzw. Dyskalkulie, die von einer erfahrenen und speziell dafür ausgebildeten Lehrkraft durchgeführt wird, dauert ca. eine Stunde.
Im Bereich LRS setzen wir zur Testung der Rechtschreibleistung die Münsteraner Rechtschreibanalyse (MRA) des Lernservers Münster ein und ergänzen sie im Lesebereich durch die Würzburger Leise Leseprobe (WLLP).
Im Bereich Dyskalkulie führen wir den Test ZAREKI-R (von Aster, 2006) durch.
Alle Testverfahren sind wissenschaftlich validiert und bieten Vergleichsgruppen für die jeweilige Klassenstufe des getesteten Schülers an.  Wir ergänzen diese standardisierten Testverfahren durch eigene Tests zu den Lernvoraussetzungen, z.B. zur visuellen und akustischen Wahrnehmung, zur Motorik usw.

 

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Unsere Förderung bei LRS

 

Die Förderung bei Lese-Rechtschreibschwäche im Zentrum für Lernförderung basiert auf modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden, die sich in langjährigem Praxiseinsatz bewährt haben.

Der Förderunterricht orientiert sich an den Fähigkeiten des einzelnen Kindes und beinhaltet dabei auch die Lernvoraussetzungen, die für den Lese-Rechtschreiberwerb und für das weitere erfolgreiche Lesen und Schreiben vorliegen sollten. Aufgrund einer ausführlichen Diagnostik wird ein individueller Förderplan erstellt, der die Stärken und Schwächen des Kindes berücksichtigt.

 

Die Förderung umfasst im Wesentlichen die folgenden vier Bereiche:

 

Rechtschreibfähigkeit

 

Lesefähigkeit


Phonologische Bewusstheit

 

Lernvoraussetzungen

 

In allen Bereichen greifen wir auf erprobte Fördermaterialien und Übungen zurück. Den roten Faden des Förderplans bildet die Rechtschreibförderung. Hier nutzen wir den „Lernserver“ der Universität Münster. Der Schwerpunkt des Konzepts liegt dabei in einer Verbindung des sog. Wahrnehmungsbereichs (z. B. Unterscheiden von klangähnlichen Lauten oder optisch ähnlichen Buchstaben; vgl. auch „phonologische Bewusstheit“) mit dem Regelbereich (Betonung, Konsonantenverdoppelung, Dehnung etc.).

 

Rechtschreibfähigkeit

Die Eingangsdiagnostik ermöglicht die Erstellung individueller Förderprofile. Auf dieser Basis werden Übungen und Materialien passgenau zusammengestellt. Die Förderung umfasst den Wahrnehmungsbereich (z. B. Unterscheiden von klangähnlichen Lauten oder optisch ähnlichen Buchstaben) sowie den Regelbereich (Betonung, Konsonantenverdoppelung, Dehnung etc.).

 

Lesefähigkeit

Auch der Leseförderung liegt eine klare Systematik zugrunde: die Bereiche Buchstabenkenntnis, Laut-Zeichen-Zuordnung, Silbengliederung und Inhaltserfassung bauen aufeinander auf. Jeder Schüler mit einer Leseschwäche steigt dort in die Leseförderung ein, wo er sich leistungsmäßig gerade befindet.

 

Phonologische Bewusstheit

Eine für den Lese-Rechtschreiberwerb wesentliche Voraussetzung ist die „phonologische Bewusstheit“. Sie bezeichnet die Fähigkeit, die Lautstruktur in gehörter Sprache wahrzunehmen, zum Beispiel Einzellaute und Silben. Konkret heißt dies zu erkennen, dass zum Beispiel das Wort „Hose“ aus den Lauten H, O, S, E besteht oder dass sich „Hose“ auf „Dose“ reimt. Untersuchungen haben gezeigt, dass Defizite in diesem Bereich in engem Zusammenhang zu Lese-Rechtschreibproblemen stehen.

 
Lernvoraussetzungen

Lesen und Schreiben lernen setzt bestimmte Entwicklungsprozesse voraus, die mit Schuleintritt in ausreichendem Maße fortgeschritten oder abgeschlossen sein sollten, damit sich der Lese- und Schreiblernprozess in der Grundschule gut entwickeln kann. Dazu gehören neben der beschriebenen „phonologischen Bewusstheit“ vor allem die Grob- und Feinmotorik, die Wahrnehmung, die Fähigkeit zur Konzentration und Entspannung sowie die Selbsteinschätzung der eigenen Leistungen. Eine mangelnde Ausprägung dieser Fähigkeiten nach der Einschulung kann den gesamten Lernprozess beeinträchtigen. Daher werden auch diese Lernvoraussetzungen durch geeignete Unterrichtseinheiten gefördert.

 

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Unsere Förderung bei Dyskalkulie


Die Förderung bei Dyskalkulie im Zentrum für Lernförderung basiert auf modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden, die sich in langjährigem Praxiseinsatz bewährt haben.

Der Förderunterricht orientiert sich an den Fähigkeiten des einzelnen Kindes und beinhaltet dabei auch die Lernvoraussetzungen, die für den Erwerb der Rechenfertigkeiten vorliegen sollten. Aufgrund einer ausführlichen Diagnostik wird ein individueller Förderplan erstellt, der die Stärken und Schwächen des Kindes berücksichtigt.

 

Die Förderung umfasst im Wesentlichen die folgenden Bereiche:

 

Verbesserung des Zahl- und Rechenverständnisses

 

Visuelle Wahrnehmung

 

Lernvoraussetzungen

 

Verbesserung des Zahl- und Rechenverständnisses

Immer mehr Kinder haben nur eine unklare Zahlvorstellung. Ihnen fehlt damit der Zugang zu Rechenvorgängen. Kinder, denen die Zahlvorstellung fehlt, werden mit dem sogenannten Dortmunder Zahlbegriffstraining gefördert. Dieses Training wurde an der Universität Dortmund entwickelt (Prof. Dr. Wolfgang Moog; Dr. Andreas Schulz) und dort auf seine Lernwirksamkeit empirisch überprüft. Unser Förderkonzept erweitert das Dortmunder Programm und stützt sich auf dessen Prinzipien.

Im Mittelpunkt der Förderung steht die gemeinsame Aufarbeitung von Fehlern, die beim mathematischen Denken der Kinder auftreten. Inhaltlich werden der Zahlbegriff, das Zahlensystem sowie das Verständnis der vier Grundrechenarten aufgearbeitet. Ergänzt wird die gezielte Förderung durch Übungen und Spiele zur visuellen Wahrnehmung und zum räumlichen Denken sowie durch Entspannungsübungen.

Je nach Wissensstand und Fähigkeiten lernt der Schüler zunächst, was Zahlen überhaupt sind, wofür sie stehen und in welcher Reihenfolge sie erscheinen. Geübt werden das Zählen und Abzählen, Zahlenmengen in Beziehung zueinander zu setzen und erstes Rechnen von 1 bis 20. Anschließend geht es darum, die Basis für das Verständnis der vier Grundrechenarten zu schaffen. Ausgehend von ersten Rechenanwendungen bis 10 wird der Zahlenraum allmählich erweitert und Ähnlichkeiten zu höheren Zahlbereichen werden herausgearbeitet. So erlangen die Kinder Schritt für Schritt Einsicht in die Welt der Mathematik.

Unser Förderprogramm setzt genau an diesen Grundlagen an und erarbeitet mit den Kindern ein grundlegendes Verständnis für Zahlen, Zahlenräume und Rechenoperationen – angefangen beim Zahlenraum bis 10 bzw. bis 20 (Addition und Subtraktion); über den Zahlenraum bis 100; Multiplikation und Division; bis hin zum 1000-er Raum.

Es gibt insgesamt 17 Förderstufen. Die Einstiegsstufe richtet sich nach dem individuellen Stand des Schülers (Diagnostik). Am Ende der Stufe 17 entsprechen die Fähigkeiten des Schülers den Anforderungen zum Ende der Klasse 4.

Zusammen mit der Förderung der Lernvoraussetzungen (Konzentration, Entspannung) wird ein ganzheitlicher, abwechslungsreicher Unterricht gestaltet.

 

Visuelle Wahrnehmung

Der visuellen Wahrnehmung kommt nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen für das Erlernen bzw. das Verstehen mathematischer Zusammenhänge mehr und mehr Bedeutung zu. Unser Förderkonzept unterstützt diese Basisfähigkeiten und beinhaltet das Trainieren folgender Teilbereiche:

Visuomotorische Koordination (Auge-Hand-Koordination)
Die Koordination von Auge und Hand bildet die eigentliche Grundlage für jede visuelle Wahrnehmung und damit auch die Grundlage zum Erfassen und Begreifen mathematischer Prozesse. Über die Koordination von Auge und Hand erwirbt das Kind allmählich die Fähigkeit, aus der Anzahl von Gegenständen Zahlen zu abstrahieren (die Zahl als Repräsentant einer Menge).

Figur-Grund-Differenzierung
Bei der Figur-Grund-Unterscheidung geht es um das Herausheben einer Gestalt von ihrer Umgebung, um das Erkennen einer Figur vor ihrem Hintergrund. Neben ganz konkreten Voraussetzungen zum Erkennen von Ziffern in der Anordnung mehrstelliger Zahlen, beim Stellenwert, bei Reihenfolgen etc. ist die Figur-Grund-Wahrnehmung ganz allgemein auch wesentlich an der Aufmerksamkeitssteuerung beteiligt: Kinder mit Defiziten bei der Figur-Grund-Wahrnehmung benötigen mehr Kraft für Differenzierungsleistungen und ermüden dadurch schneller, sie erscheinen dann unaufmerksam.

 

 

Lernvoraussetzungen

Der Umgang mit Zahlen setzt bestimmte Entwicklungsprozesse voraus, die mit Schuleintritt in ausreichendem Maße fortgeschritten oder abgeschlossen sein sollten, damit sich der Prozess des Zahl- und Rechenverständnisses gut entwickeln kann. Dazu gehören neben der beschriebenen visuellen Wahrnehmung vor allem die Grob- und Feinmotorik, die Wahrnehmung, die Fähigkeit zur Konzentration und Entspannung sowie die Selbsteinschätzung der eigenen Leistungen. Eine mangelnde Ausprägung dieser Fähigkeiten nach der Einschulung kann den gesamten Lernprozess beeinträchtigen. Daher werden auch diese Lernvoraussetzungen durch geeignete Unterrichtseinheiten gefördert.

 

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